Zusammenarbeit auf Augenhöhe – Ein starkes Miteinander in der Samtgemeinde
Einleitung / Standpunkt
Die Samtgemeinde Tarmstedt lebt vom Engagement in unseren Mitgliedsgemeinden und der Arbeit der Menschen vor Ort. Wertschätzung bedeutet für mich, dass die Verwaltung sich nicht als übergeordnete Belegstelle begreift, sondern als verlässlicher Partner und Dienstleister. Wir müssen zuhören, Eigeninitiative respektieren und Erfolge gemeinsam feiern, statt Grenzen zu überschreiten.
Wo Wertschätzung gefehlt hat – Praxiserfahrungen aus unseren Dörfern
Vertrauen geht verloren, wenn Rollen nicht respektiert werden oder Verantwortung abgewälzt wird. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, wo wir dringend eine andere Haltung brauchen:
- Respekt vor der Autonomie der Mitgliedsgemeinden:
Die Mitgliedsgemeinden packen ihre Herausforderungen vor Ort oft mit enormem Einsatz an – wie etwa die Gemeinde Wilstedt bei der Sicherung der medizinischen Nahversorgung (Apotheke und Ärztehaus). Wenn die Gemeinde eigenständig Lösungen erarbeitet oder die Bauherren gemeinsam mit dem Landkreis und Landtagsabgeordneten Förderungen auf den Weg bringen, verdient das volle Anerkennung. Ein unaufgefordertes Einmischen oder das nachträgliche Inanspruchnahme fremder Erfolge beschädigt die vertrauensvolle Zusammenarbeit. - Rückhalt für das eigene Personal statt öffentlicher Schuldzuweisungen:
Gute Führung zeigt sich besonders in schwierigen Situationen. Wenn im Betrieb Probleme auftauchen – wie etwa unerwartete Mehrkosten beim Energieverbrauch im Ummelbad –, darf die Verwaltungsspitze die Schuld nicht öffentlich beim eigenen Badpersonal suchen. Als Bürgermeister stehe ich schützend vor meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und löse technische sowie organisatorische Ursachen intern und fachlich fundiert. - Vertrauen in die Expertise im Rathaus:
Im Rathaus arbeiten qualifizierte Fachkräfte. Gute Führung bedeutet, dieser Fachexpertise zu vertrauen, Mitarbeiter einzubinden und sie zu stärken – anstatt Fachbereiche (wie etwa die Personalleitung) öffentlich oder intern zu schwächen. Nur wer Wertschätzung erfährt, kann motiviert gute Arbeit für unsere Bürgerinnen und Bürger leisten.
Mein Ansatz für eine neue Kultur des Miteinanders
1. Partnerschaft mit den Dörfern auf Augenhöhe
Die Samtgemeinde versteht sich als Unterstützerin der Mitgliedsgemeinden. Ich achte die Eigenständigkeit der Gemeinderäte und helfe dort, wo die Verwaltung echte Schützenhilfe leisten kann – ohne Bevormundung.
2. Moderne und wertschätzende Führungskultur
Als Führungskraft trage ich die Verantwortung. Fehler werden intern sachlich analysiert und behoben, Erfolge gehören dem gesamten Team. Ich vertraue auf das Know-how des Rathauspersonals und schaffe Rahmenbedingungen, in denen gerne und effizient gearbeitet wird.
3. Ehrenamt und Vereine aktiv stärken
Egal ob Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine oder soziale Initiativen: Das Ehrenamt ist das Fundament unserer Samtgemeinde. Unkomplizierte Unterstützung, Abbau von Bürokratie und verlässliche Ansprechpartner sind hier mein oberstes Gebot.
Echte Wertschätzung zeigt sich nicht in Reden, sondern im täglichen Handeln: Indem man die Arbeit der Mitgliedsgemeinden achtet, dem eigenen Team den Rücken stärkt und Erfolge dort lässt, wo sie erarbeitet wurden.